Videokonferenzen - die neue Normalität

Gebannt halten wir alle den Atem an - die Corona-Pandemie hat unser Zusammenleben ganz schön auf den Kopf gestellt: Zwischen #FlattenTheCurve und #StayAtHomeClub entsteht gerade viel Raum für Neues - denn eins ist klar: Die Pandemie ist noch längst nicht ausgestanden und der momentane Ausnahme-Zustand wird in einigen Teilen die neue Normalität werden. Heute geht’s um das Thema Videokonferenzen.

Videokonferenzen

Videokonferenzen sind rasant zum Common Sense geworden - selbst mit meinen Großeltern unterhalte ich mich nun über Video - schließlich wollen sie auch mal ihre Enkelin sehen. Doch sobald mehr als ein, zwei Menschen an einer Videokonfernzen teilnehmen und diese mit dem Medium noch nicht so vertraut sind, empfehlen sich ein paar Verhaltensregeln. Als sehr förderlich finde ich, diese vorher mit allen Teilnehmer*innen abzusprechen und zu üben. 

Umgang mit der Kamera

Das Schöne an Videokonferenzen ist, dass man sich sieht. Daher empfiehlt es sich, zumindest am Anfang und am Ende, die Kamera anzuschalten. Wenn man z.B. den Bildschirm teilt, kann man das Bild der Kamera wieder ausmachen. Doch was tun, wenn die Wohnung keinen schönen Video-Hintergrund hergibt? 

Werden Sie kreativ! 

 

Vielleicht kann man den Laptop oder das Tablet auf ein Regal oder Sideboard stellen, sodass von dort aus ein repräsentativerer Hintergrund ist? Ganz Flexible können sich auch mit dem Rechner auf den Boden vor eine Wand setzen und das Gerät auf einen Stuhl vor Ihnen setzen, oder Sie spannen ein Tuch oder Vorhang hinter sich auf. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Grachten in Amsterdam
Grachten in Amsterdam

Umgang mit dem Mikrofon

Während das Video meist nur für so ein gewisses Nähe-Gefühl da ist, ist der Ton elementar für eine gute Videokonferenz. Auch hier gibt es einige Empfehlungen zu beachten: 

Man kann das Mikrofon auch ausschalten. Das empfiehlt sich ungemein, wenn z.B. das Telefon klingelt und man schnell einen Anruf annehmen muss, man sich mal eben die Nase putzen möchte oder das Bonbon in sehr raschelndem Papier eingepackt ist, man aber gerade unbedingt eins lutschen möchte. 

 

Der Hintergrund ist, dass es die anderen Video-Konferenz-Teilnehmer*innen stört, weil, anders als im Treffen von Angesicht zu Angesicht, kann man sich nicht einfach weg drehen oder zu*r Sprecher*in hindrehen. Auch lassen sich so weitere (unangenehme) Hintergrundgeräusche ausblenden oder eine Rückkopplung “Echo” verhindern.

Umgang mit der Aufmerksamkeit

Videokonferenzen sind deutlich anstrengender als Face-To-Face-Meetings - das gerät schnell in Vergessenheit. Umso wichtiger, sich vorher zu überlegen, wie die Teilnehmenden ins Gespräch integriert werden können. In kleineren Runden kann das über die Moderation gelöst werden, deren Aufgabe es dann ist, darauf zu achten, dass alle mit in die Diskussion eingebunden werden. In größeren Runden kann dies anders gelöst werden: Über Umfragen, wie z.B. Mentimeter kann die Videokonferenz etwas interaktiver gestaltet werden, was wiederum dazu führt, dass alle aufmerksamer dabei sind.

Pausen, Pausen, Pausen

Videokonferenzen sind deutlich anstrengender als Face-To-Face-Meetings - das heißt auch, regelmäßige Pausen einzuplanen. Im Face-to-Face-Meeting merkt man eher, wenn die Teilnehmenden unruhig oder erschöpft wirken - wenn es Zeit für eine Pause ist. In Videokonferenzen gehen diese nonverbalen Signale gerne unter. Daher planen Sie viele Pausen ein - als Faustregel  empfehle ich 10 Minuten Pause pro 1 Stunde Konferenz.   

 

Was sind Ihre Erfahrungen mit Videokonferenzen? Verraten Sie es uns auf Twitter @bitsundbeton oder per Mail an hallo@bitsundbeton.de